programm: einführung in die geschichte und verfolgungsgeschichte der roma und informationen zur gegenwart der roma durch die moderatorin.
danach: ceija stojka führt selbst durch ihre ausstellung, erzählt aus ihrem leben, vom leben der fahrenden roma, das sie als kind noch kennen lernte und von ihrem überleben in den konzentrations- und vernichtungslagern der nazis: auschwitz, ravensbrück und bergen-belsen.
anschließend: gespräch und diskussion: die schülerInnen haben gelegenheit, fragen an ceija stojka zu stellen.
nach der pause: kreativteil: die schülerInnen malen unter anleitung von ceija stojka.
abschließend ersucht die moderatorin die schülerInnen um ein schriftliches feedback.

ceija stojka
die österreichische romakünstlerin ceija stojka wurde am 23. mai 1933 in einem dorfgasthof in kraubath in der steiermark in eine familie fahrender lowara-roma geboren. 1943 wurde sie mit ihrer familie in die konzentrationslager auschwitz, später nach ravensbrück und bergen-belsen deportiert. der vater und ceijas jüngster bruder wurden von den nazis ermordet. zwei brüder, die schwestern, ceija und die mutter überlebten die todeslager. nach dem krieg nahm sie mit der mutter das leben der fahrenden wieder auf. doch mit dem aufkommen der traktoren war den lowara, früher pferdehändler, bald die grundlage ihrer existenz entzogen. die familie lebte nun in wien, zuerst noch in wohnwagen, später erst in einer wohnung. ceija arbeitete als marktfahrerin und teppichverkäuferin.
1988 schrieb sie ihr erstes buch „wir leben im verborgenen“ (picus verlag, wien), in dem sie als erste romni von den unfassbaren erlebnissen in den vernichtungslagern der nazis berichtete. die vernichtung der roma und sinti war bis dahin in der aufarbeitung des holocaust in österreich kaum thema gewesen. das buch trug maßgeblich zur emanzipationsbewegung der roma in österreich bei. 1992 folgte ihr zweites buch “reisende auf dieser welt“ (picus verlag). ceija stojka erzählt darin vom leben der roma nach dem krieg.
1988 hat sie zu malen begonnen. seither sind ihre bilder in zahlreichen ausstellungen in deutschland, polen, österreich, der schweiz, japan und in den usa gezeigt worden. 2005 brachte der PICUS-verlag ihr neuestes buch „träume ich, dass ich lebe?“ heraus.
2008 erschien in der edition exil der bild-text-band „auschwitz ist mein mantel“, der einen repräsentativen überblick über ceija stojkas leben und ihr bildnerisches lebenswerk bietet. 2009 wurde ihr von frau bundesministerin dr.c. schmied der berufstitel „professorin“ verliehen. ceija stojka lebt in wien.

terminreservierung unter: tel. 0699 11 29 58 50   office.exil@inode.at
verein exil - zentrum für interkulturelle kunst und antirassismusarbeit im AMERLINGHAUS
stiftgasse 8,  1070 wien
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