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ich dachte an siracusa

ich dachte an siracusa

"Von seinem Bankangestellten-Leben und von dem Erbe einer kanadischen Tante konnte er ein schönes Haus kaufen, mit einem kleinen Garten. Brauner Zaun und rote Ziegelsteine. Er pflanzte Bäume und schnitt ihre Äste im Frühling (ausschließlich in Handschuhen oder direkt vor der Maniküre), fing die Mäuse im Keller mit Rattengift und beobachtete von seiner Terasse aus die Menschen auf der Straße."
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ISBN
978-3-901899-75-1
Erscheinungsjahr
2016
Format
155 Seiten, broschiert
Preis
12,-
ágnes czingulszkis erzählungen blicken in viele leben, beschreiben oft in suggestiven erinnerungsbildern die geschichten verpfuschter ehen, in denen die liebe nie platz hatte oder verloren gegangen ist, zweckehen, die mit einer anzeige wie „ost trifft west“ begannen und mit der erlangung der staatsbürgerschaft ein schnelles ende fanden. wir sehen in bankangestellten-leben, begegnen bardamen, tätowiererinnen, prostituierten, selbstmördern, ehebrechern und männern, die sich gelegentlich eine maniküre gönnen, einem fotografen vor seiner ersten vernissage, der sich zwischen einsamkeit und familienenge nicht mehr wieder erkennt und plötzlich seiner ersten liebe wieder begegnet. menschen auf der suche nach partnerinnen und nach einem leben, das sinn macht. agnes czingulszki zeichnet in starken bildern personen, die auf der suche sind und dazugehören wollen und manchmal für eine weile voneinander profitieren.
àgnes  czingulszki
über die autorin
àgnes czingulszki
wurde 1987 in baja, südungarn geboren und kam 1989 nach deutschland. 1997 rückkehr nach ungarn, studium der kommunikations- und medienwissenschaft und norwegisch in budapest mit abschluss 2009. sie lebt jetzt in innsbruck, wo sie als redakteurin eines lokalblattes arbeitet. àgnes czingulszki erhielt zahlreiche literaturpreise wie 2012 und 2013 den schwäbischen literaturpreis und 2014 den exil-literaturpreis. sie publiziert auf ungarisch und deutsch. mit dem kurzgeschichtenband „ich dachte an siracusa“ veröffentlichte sie 2016 ihr erstes buch in der edition exil.

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